KinderKlimperKram

Ein bisschen öko, ein bisschen waldorf und ganz viel praktisch – Tipps aus meinem Leben mit zwei Kids.

Welche Windeln oder doch Windelfrei?

Windel

Tja, ihr Lieben, weiter unten findet ihr einen Windeltest von Stiftung Warentest. Ich muss gestehen, ich war nicht „mutig“ genug Little K windelfrei aufzuziehen – irgendwie hat mich der Gedanke im Vorfeld gestresst. Aber ich gebe zu, ich habe mich auch nicht im Detail damit beschäftigt. Als meine Hebamme mir davon erzählte, fand ich es sogar sehr befremdlich. Heute habe ich meine Meinung geändert. Im Grunde ist es nämlich eine äußerst sinnvolle und anscheinend auch gar nicht so schwierige Maßnahme, sein Kind ohne Windeln aufzuziehen – auch in der Stadt. Vielleicht hätte ich es doch versuchen sollen. Naja. Wer mehr wissen will und was lesen möchte, hier ein toller Blog: Windelfrei

Innerlich entschuldige mich tatsächlich jedes mal bei Little K dafür, dass ich ihm so einen Plastiksack um den Po schnalle. Mir wäre das selber total unangenehm und wir wissen alle, dass es auch unseren Kindern keinen großen Spaß eine Windel umgewickelt zu bekommen. Aber es ist bequem für uns Erwachsenen und erleichtert uns enorm das Leben in unserer urbanen Gesellschaft. Tja, nur kostet es uns auch sehr viel Geld und viel schlimmer: Es belastet unsere Umwelt enorm. Ich möchte es mir kaum ausdenken, wie riesen groß die Windelberge sein müssen, die täglich auf diesem Erdball angehäuft werden. bäh.

Mein kleiner Kompromiss war, dass ich für Little K in den ersten 3-4 Monaten wenigstens Zuhause Stoffwindeln benutzt habe. Vor allem wegen des Hautgefühls, damit sein Po regelmäßig Stoff und nicht Plastik fühlt. Wir hatten uns ein kleines, ganz klassisches Stoffwindelset zugelegt und ihn damit 2-3 Mal am Tag gewickelt, und nur draußen Wegwerfwindeln benutzt. Little K hatte bisher jedenfalls noch nie einen ernsthaft wunden Po (*knock on wood*) – ob es nun an den Stoffwindeln liegt, kann man ja mal offen lassen 🙂

Hier gibts eine tolle Seite wo ihr euch über Stoffwindeln informieren könnt: Die Naturwindel-Seite

Die verschiedenen Stoffwindel-Systeme werden auf Nestling Alles über Stoffwindeln – Die 22 meistgestellten Fragen auf sehr verständliche Weise und in übersichtlicher Kürze erklärt.

Vor kurzem habe ich etwas anderes gelernt, was mich echt schockiert hat, weil es mir vorher nicht bewusst war und den Windelberg täglich zusätzlich vergrößert: Toilettenpapier zerfällt schnell im Wasser – Feuchttücher nie! Denn die meisten Feuchttücher sind nur sehr schwer bis gar nicht biologisch abbaubar!

Hier ein paar Infos, die ich Zusammengetragen habe (hauptsächlich von Öko-Test):

Feuchttücher bestehen aus Polyviskose, oder aus Fasern die mit Melaminformaldehydharzen stabilisert sind. Diese Vliese belasten die Umwelt und das Klima und sie lösen sich im Wasser trotz Bewegung in hundert Jahren nicht auf. (Kann jeder im Versuch selbst nachvollziehen.) Darüber hinaus sind die Feuchttücher mit sehr aggressiven Haltbarkeitsmachern in der Flüssigkeit gegen Verkeimung stabiliseiert – bis zu Formaldhyd. 

Eine Tränklotion aus viel Wasser mit Fett und Ölbestandteilen hält Feuchttücher dauerhaft feucht; Emulgatoren sorgen dafür, dass sich beide Phasen mischen. Hinzu kommen entzündungshemmende, beruhigende oder feuchtigkeitsspendende Stoffe wie Allantoin, Aloe vera, Kamille, Panthenol oder Ringelblume. Die Tücher sind in der Regel pH-hautneutral, frei von Alkohol – und in der klassischen Variante parfümiert. Alle Tücher sind konserviert, um sie in der geöffneten Packung vor Verkeimung zu schützen – und Konservierungsmittel belasten Babys Haut unnötig

Hebammen sind eher zurückhaltend, was den Einsatz der praktischen Feuchten angeht. „Wir weisen die Eltern darauf hin, dass da weit mehr drinsteckt als nur Wasser“, betont Katharina Kerlen-Petri vom Deutschen Hebammen-Verband, „viele Babys reagieren gerade am Anfang empfindlich.“ Dennoch werden die Tücher von den Eltern gern auch mehrmals am Tag genutzt. Davon raten Dermatologen strikt ab. Gerade im besonders empfindlichen Windelbereich kann der häufige Gebrauch Rötungen und Hautirritationen auslösen. Weitaus schonender und trotzdem gründlich reinigen Waschlappen mit Wasser oder Papiertücher mit etwas Pflanzenöl, wissen die Experten.

Stimmt, Olivenöl ist super – anfangs haben wir auf Anraten unserer Hebamme immer ein paar Tropfen Olivenöl in das Waschwasser für Little K getan. Die ganzen Pflegeprodukte (egal ob von Weleda, Penaten oder was es nicht alles gibt) haben wir nie benutzt und kommen auch heute nur sehr selten zum Einsatz. Einzig das Neutral Pflegeöl von Lavera wird mal nach dem Baden an seine Haut gelassen. Damit sind wir bisher echt gut gefahren.

UPDATE: Durch einen interessanten Artikel auf MyDailyGreen bin ich auf das Wundermittel Kokosöl gekomme und benutze es derzeit ausschließlich auf Little K’s Haut. Bisher bin ich begeistert…mal sehen wie es den Winter über wird. (vom 5.Okt.13)

Aber zurück zum Thema Wickeln, ich hatte mal einen Windeltest gefunden, den ich gerne mit euch teile. Was allerdings nicht dabei ist, sind die Ökowindeln von Babylove, der dm Marke. Momentan benutzen wir beides, Pampers für die Nacht und für Unterwegs, und tagsüber Zuhause oder bei der Tagesmutter Ökowindeln (zuerst die von dm, jetzt Naty by Nature Babycare). Das funktioniert ziemlich gut.

UPDATE: Nun wickel ich mittlerweile in der zweiten Runde unsere kleine Muckeline und ich muss sagen, wir sind voll auf die dm Marke Babylove umgestiegen. Pampers gebrauchen wir selten bis gar nicht mehr. Damit fahren wir super!

Aber was denkt ihr? Wie sind eure Erfahrungen? Zwischen Pampers – Stoffwindeln – Windelfrei …da gibt es ja noch einige andere Alternativen. Es würde mich sehr interessieren, wie ihr es gemacht habt.

Windeltest1
Windeltest2

2 Kommentare zu “Welche Windeln oder doch Windelfrei?

  1. Pingback: Feuchttücher sind biologisch nicht abbaubar! | KinderKlimperKram

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 29. Juni 2013 von in Kauf-Empfehlungen, Pflege und getaggt mit , , , , , , .

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