KinderKlimperKram

Ein bisschen öko, ein bisschen waldorf und ganz viel praktisch – Tipps aus meinem Leben mit zwei Kids.

Erste Hilfe für Kinder – die wichtigsten Infos inkl Videos

Schaukel

Wer weiß, was man bei einem Pseudokrupp-Anfall oder Fieberkrampf zu tun hat? Ich hab Videos mit praktischen Anleitungen gefunden – und für alle diejenigen unter euch, die schon einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben, sind sie eine super Auffrischung des stilldementen Gedächtnisses!

Denn eines der wirklich sinnvollen To Do’s während der Schwangerschaft ist es, einen Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kinder zu machen. Nach der Geburt wird man erst einmal keine Zeit dafür haben, aber eventuell schon recht schnell mit der einen oder anderen verunsichernden oder sogar gefährlichen Situation konfrontiert sein…

Eine kleine Notfall-Apotheke für kleinere Unfälle habe ich unterwegs im Rucksack immer dabei (was drin ist könnt ihr hier nachlesen). Aber wie verhalte ich mich bei ernsthafteren Vorfällen?

Das Baby fällt vom Wickeltisch, weil es sich zum ersten Mal dreht oder das „große“ Kleinkind stürzt vom Klettergerüst auf dem Spielplatz – was sind die Anzeichen für eine ernsthafte Verletzung? Das Baby verschluckt ein Kleinteil, was muss ich tun? Mitten in der Nacht bekommt das Kind einen Pseudokrupp-Anfall oder tagsüber beim Autofahren einen Fieberkrampf – wie soll ich mich verhalten?

Mir hat der Erste-Hilfe-Kurs bisher mit Muckel definitiv etwas Sicherheit im Umgang mit der ein oder anderen Situation gegeben. Hier in Berlin waren wir bei Janko von Ribbek und nun habe ich entdeckt, dass er auf seiner sehr informativen Webseite sogar Videos zu den wichtigsten Themen veröffentlicht hat. Sehr hilfreich, um sich das Wichtigste noch einmal ins Gedächtnis zu rufen!

Direkte Links zu den Erste-Hilfe-Videos (via netmoms):
Fieberkrampf (Wie erkennt man den Fieberkrampf, wie verhält man sich?)
Pseudokrupp-Anfall (Wie äußert sich Pseudokrupp, was kann man tun?)
Verletzungen (Was ist zu tun, wie untersucht man richtig?)
Bienen- und Wespenstiche (Bienen- oder Wespenstich behandeln.)
Blutungen und Wunden (Wie stoppt man Blutungen und versorgt Wunden.)
Nasenbluten (Was tut man gegen Nasenbluten.)
Verbrennungen (Wie werden Verbrennungen behandelt?)
Vergiftungen (Vergiftungen vorbeugen, Maßnahmen im Notfall.)
Verschlucken (Die Rückenklopfmethode und das Heimlich-Manöver.)
Wiederbelebung? (Wie kann man sein Kind im Notfall wiederbeleben?)

Zum Thema Vergiftungen habe ich mir außerdem die hilfreiche BfR Vergiftungs-App installiert (großes Dankeschön für den super Tipp an geborgen-wachsen). Die App ist nicht besonders hübsch und ihr fehlt leider eine Suchfunktion, aber sie liefert unter anderem Bilder zu den wichtigsten Gift-Pflanzen (wer hat die schon drauf?!) und gibt hilfreiche Tipps was im Notfall zu tun ist. Vor allem aber gibt es einen Button der direkt mit dem Giftnotruf verbunden ist!

Das führt mich zur Übersicht der wichtigsten Notrufnummern:

GIFTNOTRUF Berlin: 030 – 19 2 40 (24-Stunden)
Insgesamt gibt es 9 Giftnotruf-Vergiftungszentralen in Deutschland (plus Schweiz + Österreich), wo man sinnvoller Weise direkt mit einem Toxikologen sprechen kann.

ÄRZTLICHER BEREITSCHAFTSDIENST: 116 117
(funktioniert ohne Vorwahl, kostenlos, bundesweit, 24-Stunden)
Wenn außerhalb der Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigt wird: Nur bei Erkrankungen, bei der man normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würde, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Allerdings gibt es keine Kinderärzte, die zur Verfügung stehen!

ACHTUNG: Nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Im Notfall unbedingt den Notruf 112 anrufen!

– ZAHNÄRZTLICHER NOTFALLDIENST Berlin: 030 – 89 00 43 33
Eine deutschlandweite Suchfunktion geht über deren Webseite. Dort findet ihr auch eine App.

KINDERNOTDIENST: 030 – 61 00 61
Beratung und Hilfe für Kinder und Eltern in Krisensituationen – rund um die Uhr.

– NOTRUF: 112

Info dazu von Janko von Ribbek:
Die 112 gilt seit 2009 in ganz Europa in allen Fest- und Mobilfunknetzen.
Wenn Sie mit dem Telefonisten in der Rettungsleitstelle, das sind in der Regel ausgebildete Rettungsassistenten, sprechen, erzählen Sie einfach und sachlich, was passiert ist. Das weitere Gespräch wird vom Telefonisten geführt. Es ist seine Aufgabe, alle nötigen Informationen von Ihnen zu erfragen. Durch meine eigene Tätigkeit in der Rettungsleitstelle weiß ich, dass es gar nicht sinnvoll ist, den Leitstellenmitarbeiter möglichst schnell mit möglichst vielen Informationen zu überschütten, denn alle Informationen müssen in den Computer eingegeben werden. Die wichtigste Information ist die exakte Beschreibung des Notfallortes. Dazu gehören entweder Straße (in Großstädten auch das Stadtviertel oder der Bezirk), Hausnummer und Stockwerk oder die genaue Beschreibung der Örtlichkeit, wenn ein Unfall außerhalb des Wohn­bereiches passiert ist. Besonders wichtig ist darüber hinaus die Rufnummer des Anrufers. Ist nämlich bei der mündlichen Übermittlung ein Fehler unterlaufen, ist also z.B. »Adamstraße« statt »Asamstraße« verstanden worden, ist ein Rückruf notwendig.

Keine Angst, auch nicht vor den Kosten!
Viele Menschen haben Angst, den Rettungsdienst unnötig zu rufen und für einen Fehleinsatz unter Umständen die Kosten tragen zu müssen. Derlei Befürchtungen sind unnötig, insbesondere bei Kindern! Fehleinsätze in dem Sinne gibt es nicht, auch wenn sich beim Eintreffen des Rettungsdienstes herausstellt, dass medizinische Hilfe nicht nötig ist. Ein Beispiel dazu: Es gelingt Ihnen nicht, das Nasenbluten eines Kindes zu stoppen, daraufhin rufen Sie den Rettungsdienst. Trifft der Rettungswagen ein und das Nasenbluten hat in der Zwischenzeit aufgehört, entstehen keine Kosten. Immer erst bei einem Transport ins Krankenhaus fallen Kosten an, die jedoch von der Krankenkasse übernommen werden.

Nicht bei jedem Notfall muss man aber die 112 anrufen… zusammengefasst:
Wenn Eltern die Situation im Griff haben und es nicht um einen ernsten Notfall geht kann man ins Krankenhaus  fahren. Und hier ist ganz wichtig: immer in die Kinderklinik. Krankenhäuser ohne Kinderabteilung können Kinder nicht optimal untersuchen und behandeln. Man wird in der Regel weggeschickt oder weiterverlegt. Mit einem ausgeschlagenen Zahn sollte man zum Beispiel in die Zahnklinik oder zu einem Kinderzahnarzt. Bei Vergiftungen ist es wichtig die Vergiftungszentrale anzurufen. In den Vergiftungszentralen kann man mit Toxikologen sprechen, die in 80 Prozent der Fälle am Telefon Entwarnung geben können. Viele Stoffe sind nicht so giftig wie man denkt.

Um Eltern schnell und einfach zu zeigen, wie man sich bei kleinen und großen Notfällen am besten verhält, gibt es das Kinder-Notruf ABC von Janko von Ribbek:

kinder-notruf-abc

2 Kommentare zu “Erste Hilfe für Kinder – die wichtigsten Infos inkl Videos

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 18. März 2014 von in Filme, Gesundheit, Schwangerschaft, Unterwegs, Webseiten und getaggt mit , , , , , .

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