KinderKlimperKram

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Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?

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Ich gestehe, mir war das leider bisher irgendwie nicht so klar, wie verdammt wichtig Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft- und Stillzeit sind. Leider bin ich seit jeher auch keine besonders große Fischesserin… ups.

Also, hier ein bisschen Hintergundinfo, was ich bisher rausgefunden habe (meine Quellen findet ihr unten)…

Man nennt die Omega-3-Fettsäuren auch „das Schmieröl des Gehirns“ – denn sie sind für den Aufbau und die Balance des Gehirns von größter Wichtigkeit! Während der Schwangerschaft absorbiert der Fötus sie über die Planzenta, da sie für die Entwicklung des Gehirns und der Sehfunktion benötigt werden. Nach der Geburt werden die Omega-3-Fettsäuren als einer der wichtigsten Bestandteile der Muttermilch weiterhin vorzugsweise an den Säugling weitergegeben, da sich das Gehirn gerade in den ersten zwei Lebensjahren in einem enormen Tempo weiterentwickelt.

Wir hier in Deutschland haben meist nur ein sehr geringes Depot an diesen essentiellen Fettsäuren, so dass es schnell zu einer Mangelerscheinung kommen kann. Das ist nicht nur für unser ungeborenes sowie gestilltes Kind ein Problem, sondern auch für die Mutter selbst. Denn neueste Studien lassen nun vermuten, dass dies unter anderem das Risiko für eine Depression (unter anderem den BabyBlues) dramatisch erhöhen kann.

Der renommierte Neurologe und Psychiater David Servan-Schreiber erklärt es in seinem interessanten und lesenswerten BuchDie Neue Medizin der Emotionen“ folgendermaßen:

„Das Gehirn ist ein Teil des Körpers. Wie die Zellen aller anderen Organe erneuern auch die des Gehirns forwährend ihre Bestandteile. Die Zellen von morgen bestehen also aus dem, was wir heute essen. Nun besteht das Gehirn zu 2/3 aus Fettsäuren. Sie sind die Grundbausteine der Membran der Nervenzellen, ihrer „Hülle“, über die jegliche Kommunikation zwischen allen Nervenzellen in allen Bereichen des Gehirns und des Körpers verläuft. Was wir essen, wird unmittelbar in diese Membrane aufgenommen und bildet deren Grundsubstanz. Verzehren wir vor allem gesättigte Fettsäuren (zB. Butter, tierische Fette), dann spiegelt sich diese Starrheit in einer Steifheit der Gehirnzellen wider. Essen wir hingegen vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren, dann sind die Hüllen der Gehirnzellen glatter und geschmeidiger; zwischen ihnen verläuft die Kommunikation besser. Vor allem, wenn es sich um Omega-3-Fettsäuren handelt. (…)“

Ich finde, dass klingt ziemlich einleuchtend!

Wo finden sich die essentiellen Omega-3-Fettsäuren und wieviel sollen wir zu uns nehmen?

Die biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Sie sind die wichtigsten. Diese findet man in Algen und Plankton. Über Fische und Krustentiere, die sie in ihrem Fettgewebe anreichern, gelangen sie deshalb auf unseren Speisezettel. Somit sind vor allem Kaltwasserfische (sie besitzen einen größeren Fettanteil) die beste Quelle für Omega-3. Zuchtfische enthalten weniger Omega-3 als frei lebende. So liefert etwa der Wildlachs sehr viel, während man im Zuchtlachs deutlich weniger findet.

Die besten Lieferanten sind also Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering und Sardine. Von denen sollte man idealerweise während Schwangerschaft- und Stillzeit drei Portionen pro Woche essen.

Eine andere Omega-3-Fettsäure, die alpha-Linolensäure (ALA), findet sich vornehmlich in diesen pflanzlichen Quellen: Leinöl, Rapsöl, Hanföl und in Walnüssen, sowie in Chia-Samen.

Die schlechte Nachricht ist aber, dass sich allein durch pflanzliche Quellen eine ausreichende Omega-3-Zufuhr nicht bestreiten lässt. Denn aus der in den Pflanzenölen vorliegen Omega-3-Fettsäuren (ALA) kann im Körper nur in sehr begrenztem Umfang EPA und DHA gebildet werden. Das erfolgt aber leider nur in sehr geringem Umfang, d. h. man müsste unverhältnismäßig große Mengen an Öl und Nüssen zu sich nehmen. Wer keinen Fisch mag oder verträgt kann aber EPA und DHA auch in Form von Kapseln mit Fischöl oder Mikroalgen zu sich nehmen.

Fazit: Für die biologisch sinnvolle Versorgung des Menschen ist es unerlässlich, dass wir EPA und DHA direkt aufnehmen – und diese sind nur in Fisch (bzw. speziellen Mikroalgen) enthalten (oder in Nahrungsergänzungsmitteln). Nichtsdestotrotz sollten wir auch die pflanzlichen Öle und Nüsse in unseren Speiseplan integrieren.

Quellen:

David Servan-Schreiber, Die Neue Medizin der Emotionen

Vitalstoff Lexikon

Arbeitskreis Omega-3 e.v.

Vegetarierbund Deutschland

Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Ein Kommentar zu “Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 28. Juli 2014 von in Ernährung, Gesundheit, Schwangerschaft, Stillen und getaggt mit , .

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